Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Ich wurde munter vom Geräusch, das der Regen auf dem Vordach hinterließ. Oh hui, mal schauen, was aus dem heutigen Tag so werden würde- angeblich hätte es ja sogar eine Sturmwarnung für die Gegend gegeben. (Stellte sich als Fehlinformation heraus).
Nach meiner Morgenroutine war der Regenschauer auch schon vorbei. Erstmal. Rucksack gepackt, rein in die neuen FlipFlops und losmatschiert. Ich machte mich auf den Weg in den Norden der Insel. Neben der Straße gab es überall einen Gehweg und um jede Ecke und Kurve gefühlt einen neuen Strand - Wahnsinn! Und so gut wie alle waren menschenleer. Nebensaison und morgendlicher Regenschauer gelten hier wohl als Grund. Die Sonne ließ sich auch wirklich erst später blicken - was mich persönlich überhaupt nicht störte, da ich möglichst viel zu Fuß abgehen wollte.
Gerade, als ich mich mit meinem Strandtuch auf einem Sandstrand niedergelassen hatte, brach der nächste Regenschauer heran. Zack und weg! Ich suchte nach einem Unterschlupf und entdeckte ein Bus-Wartehäuschen. Dauerte nicht lange, da gesellte sich eine andere junge Dame zu mir. Sie drehte sich recht bald zu mir rum und fragte, ob sie mir nicht ihren Schmuck zeigen dürfte. Luna, tätowiert von Kopf bis Fuß und super freundlich, öffnete ihren braunen Koffer und zeigte mir ihre Makramee-Sammlung. Ein Fußkettchen mit eingeflochtenem Rosenquarz fand für ca. 3 Euro seinen Weg zu mir. Luna, selbst Brasilianerin, reist seit mehreren Jahren schon quer durch ihr Land und lebt von dem Schmuck, den sie verkauft. Wir tratschten noch eine Weile bis der Regen nachließ, tauschten unsere Instagram Accounts aus und gingen dann in die jeweils entgegengesetzte Richtung.
Bei Strand 6 oder 7 war dann aber auch für mich Schluss, denn die neuen Flip Flops bereiteten mir leider ziemliche Fußschmerzen. Den Rückweg trat ich also mit dem Bus an. Wieder ein Bus mit Drehkreuz im Inneren- und ich dachte, diese bescheuerte Erfindung war nur bei den Kolumbianern verbreitet. Viele zahlten im Bus mit modernem Kartensystem. Generell ist das Land was das angeht ein Wahnsinn: ALLES wird hier mit Karte bezahlt! Ich hätte leicht komplett ohne Bargeld überleben können. Die Künstler der Straßenstände in São Paulo nahmen die Kreditkarte und sogar unser Tourdguide bei der Free Walking Tour hatte ein Kartenlesegerät für Trinkgeld dabei.😅
Der Bus war in top Zustand- das kannte ich aus anderen Ländern Lateinamerikas ja GANZ anders. Mit knapp 2 Euro für eine Fahrt war er aber auch nicht ganz so günstig.
Ich aß in einem Restaurant, wo sich der Kellner bei mir beim Verabschieden für sein schlechtes Englisch entschuldigte. Ich hatte ja auch probiert möglichst viel auf Portugiesisch zu bestellen und das war bestimmt weit fern von perfekt, also entschuldigte ich mich grinsend ebenso. Sein Land, seine Sprache - alles gut! 🫶🏼
Nach einer Dusche sah ich mir den Sonnenuntergang mit Sketchbook im Arm am Strand an und trank in der vollen Bar meines Hostels ein Bier am internationalen Tag des Bieres. Morgen wird ein noch aktiverer Tag, dafür sollte ich dann möglichst ausgeruht sein!
Bis bald, eure Babsi!
(Freitag, 7. August)
Kommentar hinzufügen
Kommentare