Paraty - bunt und überschwemmt 🏘️

Veröffentlicht am 20. August 2026 um 05:40

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Auflösung: Es war kein Tattoo. (Dieses Mal nicht.)
Ich bekam um 7 Uhr morgens, kurz vor dem Check Out, eine Massage im Hostel. Schulter und Nacken waren vom Rucksack so richtig verspannt und ihre Massage half Wunder!


Netterweise holte mich mein Fahrer Eduardo direkt in meinem Hostel ab, da er etwas zu früh dran war. (Kurz kam mir der Gedanke, ob man in diesem Land Dating Apps durch Taxi Apps ersetzen sollte, da auch dieser Fahrer außergewöhnlich gut aussah. Der erste nämlich auch. Nur so ne kleine Info am Rande - gucken darf man ja wohl noch.) Er war zudem super freundlich, jedoch konnten wir uns nur per Google Übersetzer unterhalten, was zwischendurch richtig lustig war. Er gab mir ein paar Tipps für Paraty und nach knapp 4 Stunden war ich in dem charmanten Städtchen angekommen.

Die Altstadt ist autofrei und besteht aus gut erhaltenen Kolonialhäusern. Die Pflastersteinstraßen wurden damals noch von Sklaven verlegt.
Ich checkte mein Gepäck flott ins Hostel ein und wollte gleich losgehen, da es gerade mal nicht regnete. Suuuuper heimelig hier! Es gibt sehr viele Shops, Cafés und Restaurants und vor dem Hafen eine Kirche mit schön angelegtem Park.
Das ein oder andere Souvenir wanderte hier in meine Tasche, ich konnte nicht widerstehen.
Was mich etwas überraschte: Noch bevor ich vorne am Meer war, kam das Meer bereits zu mir! Nach und nach füllten sich genau die Gassen, durch die ich vorhin gegangen bin, mit Wasser. Erst wenig und langsam, dann immer mehr und irgendwann konntest du kaum mehr wohin gehen. Es kostete mir einen großen Umweg, um wieder zum Hostel zurück zu kommen. 😅 Hab erfahren, dass das hier ganz normal sei, da die Stadt früher über kein Abwassersystem verfügte und es auf Meereshöhe gebaut wurde, damit bei Flut der ganze Müll und Dreck der Straßen etc. rausgespült werden konnte. Effizient und eklig. Inzwischen werden die Straßen natürlich anderweitig gesäubert, doch die tägliche Überschwemmung bleibt.


Ich hab im Hostel ein Französin kennengelernt und mich am Abend mit Salomé zum Cocktailtrinken an der Hostelbar verabredet. Mit einem Pärchen haben wir dort auch ein paar Runden Billiard gespielt. Lief gar nicht so schlecht dafür, dass ich absoluter Anfänger bin. Das erste Spiel haben wir auch direkt gewonnen! Zur Abwechslung spielte die Bar auch laute Rockmusik - etwas, das man hier ansonsten wirklich nirgendwo hört.


Wir frühstückten am nächsten Morgen nochmal zusammen, ich schlenderte erneut durch den Ort und den nächsten Strand und nahm ein weiteres geteiltes Taxi Richtung Rio. Keine Zeit zu verlieren, die Zeit rennt! Das Auto war dieses Mal voll- es gab also keine weitere Privatfahrt für mich (und keinen hübschen Fahrer.) Neben mir saß eine Brasilianerin, welche beim Zwischenstopp erst mit mir ins Gespräch kam und sogar Deutsch sprechen konnte, da sie für drei Jahre in Deutschland gelebt und studiert hatte. Sehr liebe Frau!

Mitten in Rio angekommen ließ er uns an einer Metrostation raus. Mit Handy und Co war ich ab Sekunde 1 extra vorsichtig - Rio hat den Ruf sehr unsicher zu sein und viele Einheimische haben mich erneut dazu aufgerufen aufmerksam zu sein. Kein Handy in der Öffentlichkeit. Kein Schmuck, keine Kameras. 
Spannendes Gefühl mit dem ganzen Gepäck wieder in einer U-Bahn einer neuen Welt Metropole zu sitzen - lieeeebe ich!
Einmal noch umsteigen und ich war im Ortsteil der berühmten Copacabana angekommen. Was für ein Gefühl! Für meinen Aufenthalt gönnte ich mir ein Hostel mit super Bewertungen und gab dafür mehr als doppelt soviel für die Nacht aus, als sonst. Günstig ist es hier generell nicht gerade. Nach vielen eher "einsamen" Hosteltagen wollte ich einfach Leute um mich rum, gute Laune, gemeinsame Ausflüge und gemeinsame Partys. Wie bestellt, so geliefert: Was hier ab Tag 1 so los war, erfahrt ihr bald - diese Stadt nimmt einen voll und ganz gefangen! ❤️😍

Liebe Grüße, eure Babsi!

(11. und 12. August 2026)

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